Teil eines Werkes 
3. Theil (1850)
Entstehung
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Ich, den er meynt, und im König Oedipus kannſt du leſen, wie ich ein wahrer Jude bin, wie ich, wenn ich einige Stunden Liebeslieder geſchrieben, gleich darauf mich niederſetze und Dukaten be⸗ ſchneide, wie ich am Säbbath mit langbärtigen Mauſcheln zuſammenhoke und den Talmud ſinge, wie ich in der Oſternacht einen unmündigen Chriſten ſchlachte und aus Malize immer einen unglücklichen Schriftſteller dazu wähle Nein, lieber Leſer, ich will dich nicht belügen, ſolche gute ausgemalte Bilder ſtehen nicht im König Oedipus, und daß ſie nicht darin ſtehen, das nur iſt der Fehler, den ich tadele. Der Graf Platen hat zuweilen die beſten Motive und weiß ſie nicht zu benutzen. Hätte er nur ein bischen mehr Phantaſie, ſo würde er mich wenigſtens als geheimen Pfänderverleiher geſchildert haben; welche komiſche Scenen hätten ſich dargeboten! Es thut mir in der Seele weh, wenn ich ſehe,

wie ſich der arme Graf jede Gelegenheit zu 26*