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Augenblick, aber es war Zeit genug, um meine zwei lieben Freunde aus dem Zuchthauſe wieder zu er⸗ kennen. Ah, ah, mit Falſchmünzern und Leuten, welche falſche Dokumente gemacht, verkehrt jetzt der ſtolze Baron von Bernthal. Gut, ich will ihm noch etwas andere Geſellſchaft dazu holen.
Als ſie jetzt wieder nahende Fußtritte vernahm,
an der Erde nieder.
Es waren wieder zwei Männer welche ſich dem Hauſe näherten. Gerade vor dem Geſträuche, hinter welchem Marie verborgen war, blieben ſie ſtehen und flüſterten lange und eifrig mit einander.
Kein Wort ihrer Unterredung ging an Mariens lauſchendem, geſpanntem Ohr vorüber. Sie ſaß da mit angehaltenem Athem, zitternd, nicht vor Froſt, ſon⸗ dern vor Ungeduld. Ihre ſonſt ſo ſteinernen Züge zuckten jetzt in leidenſchaftlicher Haſt und ihre
leuchteten durch die Dunkelheit.
Endlich gingen die Männer weiter und wurden, gleich den Uebrigen, ins Haus gelaſſen.
Marie trat wieder hervor. Sie war jetzt wie⸗ der ruhig und kalt, ſie hatte einen Entſchluß gefaßt.
Der Lichtſchein aus den Fenſtern da oben be⸗
ſchlüpfte ſie wieder hinter ihren Verſteck und kauerte
leuchtete ihr Geſicht, welches wieder blaß 1* ruhig
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