Teil eines Werkes 
2. Band (1850)
Entstehung
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erſehen. Dies Papier hier bitte ich Anna zu übergeben. Es iſt mein Abſchiedswort an ſie, mein Segen ihrer Liebe. Und es mag eine Stunde kom⸗ men, wo ſie ihrer Verachtung vergeſſen hat, und nur noch der Liebe ihres Vaters gedenkt. Dann wird es ihr wohl thun, dieſe Zeilen zu leſen und zu wiſſen, daß ich ſie niemals heißer und inbrün⸗ ſtiger geliebt habe, als in jener Stunde, wo ſie zür⸗ nend mir gegenüberſtand, der rächende Engel meiner Thaten. Oh, indem ſie mich zerſchmetterte, betete ich ſie an. Ich ſegne ſie mit allem Segen der Liebe. Sagen Sie ihr das. Oh man kommt, die bewilligte Stunde iſt abgelaufen. Leben Sie alſo wohl, mein Freund. Machen Sie meine Tochter glücklich. Ich fordere ſie dereinſt von Ihnen.

Ja, ſie ſoll glücklich ſein! rief Omar. Die Liebe hat dieſe göttliche Kraft, daß ſie das Glück an ſich feſthält. Sie wollen mir Annas Zukunft anvertrauen. Gott iſt mein Zeuge, daß ich mich dieſes Vertrauens würdig zeigen werde; daß

Still, man kommt. Kein Wort weiter, mein Freund. Ich rechne auf Sie. Sobald Sie morgen frei ſind, gehen Sie zu Anna. Ihre Mutter hat meinen Bitten nachgegeben, und iſt zu Anna zu⸗ rückgekehrt.