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Luiſe. Als ich geſtern in der Verzweiflung eines bittern Schmerzes erkannte, daß das Leben für mich hinfort eine unerträgliche Laſt, eine widerliche Bürde ſei, welche ich abwerfen müſſe, da erſchien mir der Prinz Adrian als ein vom Himmel geſandter Bote, welcher kam, mein Leben von mir einzufordern. Ich werde es ihm geben. Fürchten Sie alſo nichts für Ihren Geliebten und denken Sie auch nicht, daß ich ſo großmüthig bin, ſterben zu wollen, um der Ehre des Prinzen genug zu thun! Ich will ſterben, weil ich genug gelebt habe.
Die Prinzeſſin legte ihre Hand auf ſeinen Arm und ſah ihm feſt in die Augen. Wollen Sie ſterben, weil Sie hoffnungslos zu lieben glauben?
Ja, hoffnungslos.
Dann leben Sie!— Lucinde—
Still von ihr. Ich ſprach von einer andern hoffnungsloſen Liebe, von meiner Tochter.
Sie haben eine Tochter?
Ich hatte eine— Leben Sie nh. Luiſe—


