Teil eines Werkes 
1. Band (1841)
Entstehung
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des Fremden Hand, Thränen? Konnte Euch mein harmloſer Scherz verletzen? Verzeiht mir. Wer Ihr aber auch ſeid, gewiß ſeid Ihr nicht das, was Ihr ſcheinen wollt, und Eure Verkleidung war übel ge⸗ wählt, denn ſie verräth mehr, als ſie verbirgt, ſie verräth die Verkleidung.

Führen Sie mich zur Lady! bat der Fremde.

Und warum nicht zum Lord? fragte Nordheim.

Auch zu ihm, wenn Sie wollen! antwortete der Unbekannte, und ſetzte ſchüchtern hinzu: doch würde es mir leichter werden, mich der Dame zu vertrauen.

Nordheims prüfender Blick überflog die Geſtalt des Fremden, der zitternd und erröthend neben ihm ſtand, dann ſagte er, plötzlich einen höflichern und zutrauenerweckenden Ton annehmend: Sie erröthen wie nur ein Mädchen, und zwar ein unſchuldiges Mädchen zu erröthen vermag. Vertrauen Sie mir, ſeit lange gewohnt in den Zügen der Menſchen zu leſen und die Sprache ihres Herzens die ſich in den Minen ausprägt zu entziffern, meine ich, Sie zu verſtehen und zu errathen.

Führen Sie mich zur Lady! war die wieder⸗ holte Bitte.

Ich begreife, daß das Weib nur dem Weibe vertrauen kann, ſagte Nordheim, und dem Fremden mit zarter Aufmerkſamkeit den Arm bietend, ſagte