Teil eines Werkes 
1. Band (1841)
Entstehung
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Sünd

Geſchrie

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und doch nicht minder unheimlich war Haltung und

Ausdruck des zweiten Reiſenden, der den Kopf in die

aufgeſtützte Hand gelehnt, aus glanzloſen, tiefliegen⸗ den Augen auf das Buch niederſtarrte, das vor ihm aufgeſchlagen lag, und in dem er längſt ſchon nicht mehr geleſen, ſondern in das er, verloren in Gedan⸗

ken, bewußtlos niederblickte. Gram und Sorgen ſpra⸗

chen aus ſeinen Zügen, und die ſchweren Seufzer, die dann und wann ſeine Bruſt hoben, verriethen, daß auch ſeine gegenwärtigen Betrachtungen nicht frei von Kummer und Leid, dieſem Mehlthau der Luſt. Der Schnurrbart und die Offiziersuniform verriethen den Krieger, und die breite dunkelrothe Narbe, die quer über die Stirn hinlief, bezeugte, daß er als ſolcher tapfer geweſen. Dicht neben ihm ſaß der dritte dieſer

ſchweigenden Genoſſen, eine kräftige Geſtalt, in den

Zügen ſeines edlen, männlich ſchönen Angeſichts jenen Ernſt und jene Ruhe, die nicht den Kindern des Glückes eigen, ſondern, gleich der ruhmvollen Wunde des Siegers nach gewonnener Schlacht nur denen wird, die aus den Kämpfen des Lebens ſiegend hervorge⸗ gangen. Seine Miene drückte ernſtes Nachdenken aus, und nur, wenn er das große klare Auge auf ſeinen

ſchweigend in das Buch ſtarrenden Gefährten, oder

auf den unruhigen, zuweilen leiſe Worte murmelnden Gaſt am Kamin heſtete, umzog ein feines ironiſches