Teil eines Werkes 
2. Band (1841)
Entstehung
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Blicken und mit Gedanken, die über alles Irdiſche erhaben waren, mit Gedanken, durch die die Seele der Seele ſich verkündete und offenbarte. Als Nordheim aber einen Arm um ſie ſchlingen wollte, als er ſich neigte ihre Lippen zu küſſen, wehrte Aurelia ſanft und leiſe zurück: nicht alſo, ich bin nicht ſtark genug dies zu ertragen!— Und nun, fuhr ſie mit freudi⸗ ger lauter Stimme fort: nun ſollſt Du aus meinen Händen Deine Braut empfangen. Es iſt das Letzte⸗ mal, daß ich meine Rechte als Mutter in Anſpruch nehme, und ich weiß, Ellinor wird mir dies verzei⸗ hen! Sie öffnete die Thür und bat Ellen einzutreten, und als dieſe geſenkten Anges, erröthend und erblei⸗ chend ihrem Rufe Folge leiſtete, als ſie unſchlüſſig, bebend von ferne ſtand, nicht wagte das Auge auf⸗ zuſchlagen, da faßte Aurelia mit ſanftem Liebeswort ihre Hand und führte das erglühende, zitternde Mäd⸗ chen ihrem Geliebten entgegen, und ihre Hände in einander legend, ſagte ſie feierlich: nimm ſie hin, Nordheim, nimm ſie hin, das Kind meines Herzens, und Du, Ellen, nimm ihn hin, den Freund meiner Seele!

Als ihre Hände ſich berührten und in einander ruhten, durchzuckte es ſie Beide wie mit elektriſchem Schlage, ſie blickten empor und ſchauten einander an, lange und ſchweigend, ihre Lippen bewegten ſich, ſie