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wenn es ſich naht. Euch iſt es erſchienen und Ellen, Deine Mutter, Deine Aurelia will Deine Hand neh⸗ men und ſie leiten, daß ſie es ſicher erfaſſe, das Glück! O meine Ellen, laß die Freundin, die treuſte und heißeſte Freundin Deines Geliebten, laß dieſe es Dir zuerſt ſagen, daß Du ihn liebſt! Gönne dieſer das Glück, Dich in ſeine Arme zu führen!
Meine Mutter, hauchte Ellen leiſe und barg das erglühte Angeſicht an Aureliens Herzen, o meine Mutter! Ich weiß nicht, was ich thun, was ich denken ſoll. Leite Du mich, hilf Du mir.
Nicht wahr, fragte Aurelia, nicht wahr, Du liebſt ihn doch, meinen Freund?
Ellen ſchwieg und drückte ſich feſter an Aureliens Herzen, dann ſagte ſie kaum hörbar: ich glaube!
Nur einen Moment zuckte es in Aureliens Zü⸗ gen, dann wurde ihr Angeſicht wieder heiter und hell, ſie richtete Ellen ſanft empor, drückte einen Kuß auf ihre Lippen und ſagte: Du mußt mir einen Dienſt erweiſen, Ellen! Nordheim zürnt mit mir, um der
geſtrigen Scene und hat mir geſchworen, nicht wieder
zu mir zu kommen. Du begreifſt, daß, obwohl ich ihn liebe, wie meinen theuerſten Freund, doch mein Stolz mich hindert, ihn zu bitten, daß er zurückkehre.
Du, Du böſe Ellen, Du biſt die Urſache unſeres
Zwiſtes geweſen, Du mußt uns verſöhnen. 22


