Teil eines Werkes 
2. Band (1841)
Entstehung
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dem ſchwachen Schein des Tages ſeine Züge, und mit einem Aufſchrei der Freude ſank ſie halb ohn⸗ mächtig in ſeine Arme.

Behutſam und voll Ehrerbietung trug Nordheim ſie in den Wagen, und nachdem er den Männern die bedungene Geldſumme gezahlt, ſetzte er ſich neben Ellinor, und befahl dem Kutſcher, ſie nach Bond⸗ ſtreet zu fahren.

Lange ſaßen ſie ſchweigend neben einander, Elli⸗ nor fühlte ſich erſchöpft bis zum Tode, ihre Glieder zitterten, ihre trockenen Lippen brannten in Fieber⸗ hitze und ihr Herz klopfte matt und beängſtigend in ihrer beklommenen Bruſt. Alles dies hatte ſie nicht empfunden, als Gefahr und Schreckniß ſie umgab, und ihr Geiſt ihre Kräfte emporhielt und aufſchnellte; mit der überſtandenen Gefahr ließ dieſe geiſtige Span⸗ nung nach, und doppelt fühlte ſie nun ihre phyſiſche Ermattung. Nordheim, ihr Schweigen ehrend, und ihre völlige Erſchöpfung gewahrend, vermied es, durch irgend eine Frage ſie aufzuregen, und ſo ſaßen ſie ſtumm neben einander im raſch dahinrollenden Wagen. Erſt als ſie nach ſtundenlangem Fahren Bondſtreet erreicht hatten, unterbrach Nordheim dieſe Stille mit der ehrerbietigen Frage: ob die Lady befehle, den Wagen an ihrem Hötel anhalten zu laſſen?

Ellinor, die mit geſchloſſenen Augen ſich zurück⸗