Teil eines Werkes 
2. Band (1841)
Entstehung
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deren Seiten ſie eilig dahin ſchlüpften, tönte hier und da das wilde Gekreiſche nächtlicher Orgien oder wahnſinniges Fluchen. Umſonſt horchte Ellinor in erbebendem Grauen auf irgend ein andres Zeichen, das ihr die Nähe geſitteter Menſchen und der Geſit⸗ tung überhanpt verkündete. Des Wächters Ruf wäre ihr wie eine Verheißung der Rettung und Sicherheit geweſen, aber auch dieſer Ton ließ ſich hier nicht ver⸗ nehmen, und das Schweigen dieſer grabesähnlichen, von keiner Lampe erhellten Nacht ward durch nichts unterbrochen. Ellinor erinnerte ſich wohl, oft von ienen berüchtigten Gegenden in London gehört zu haben, Gegenden, die zu betreten Todesgefahr bringe, wohin kein noch ſo tapferer Mann der Polizei, kein noch ſo beherzter Wächter ſich wage, wo das Laſter und das Verbrechen in geheimnißvollen Höhlen eine Stätte und einen Zufluchtsort habe, und wenn ſie bedachte, daß ſie allein, verlaſſen, ohne Hülfe und Beiſtand in eben dieſer Gegend ſei, ſo fühlte ſie ihr Blut in ihren Adern erſtarren und eine tödtliche Kälte zu ihrem Herzen rieſeln, und ſelbſt nicht der Gedanke an ihr Kind konnte ſie ſtählen gegen Schreckniſſe, vor denen ihre phyſiſche Natur erbebte. In ſolchen beängſtigenden Gedanken ſtörte ſie ihres Begleiters Stimme, der ſtillſtehend ſagte: wir

ſind zur Stelle! Noch Eins, wenn er rein kommt L. Mühlbach. M. 3