Dir verdanke, ſo gehe ich auch jetzt in Deinem Dienſt, weil in der Liebe Dienſt.
Wann kehrſt Du zurück, mein Geliebter? fragte Ellinor, ihn mit ihren großen dunkeln Augen ſo ſchmerzvoll und innig anſchauend, als wolle ſie ſein liebes Bild zu Letztenmale tief in ihre Seele prägen.
In einer Woche ſpäteſtens, ſagte der Lord; laß mich dann dieſe theuren Augen heiterer, dies Ange⸗ ſicht roſiger finden. Denke an mich, mein geliebtes Weib, als an Deinen treueſten Freund, als an Dei⸗ nen Geliebten; denke aber, wenn ich fern bin, nicht mit Trauer der Trennung, ſondern mit Freude des Wiederſehens, und wenn Du dieſe einſamen Tage nachrechneſt, ſo zähle ſie nicht um zu wiſſen, wie lange ich ſchon abweſend, ſondern um zu ermeſſen, wie wenige Tage noch fehlen bis zu meiner Wieder⸗ kunft. Ich will es auch ſo machen, und dies wird uns hinweghelfen über die Trauer und die Trennung.
Ellinor verſprach es, und umfing den Geliebten Abſchied nehmend, als wolle ſie ihn nimmer laſſen von ihrem Herzen. Dann machte der Lord ſich ſanft los aus ihren umfangenden Armen, und ihr zunickend und mit der Hand Küſſe hinwerfend, verließ er das Gemach. Ellinor eilte ans Fenſter, und dieſes öff⸗ nend blickte ſie hinunter in den Hof, wo der Wagen harrte, und der Lord, gefolgt von ſeinem Kammer⸗


