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Fürſt werden, und in Frieden leben, während Ungarn ſich verblutet? Juliana, wenn dich der Kaiſer fragt nach dem Erfolg deiner Sendung, was willſt du antworten?“
Juliana ſank auf ihre Kniee nieder und küßte die Stelle, wo einſt ihre Mutter geſtanden.„Fürſt Franz Räköczy,“ ſagte ſie dann feierlich,„ich werde dem Kaiſer fagen, daß der Letzte der Räkoczy dem Vater⸗ lande treu, mit ihm leben und mit ihm ſterben will. Ich werde ihm ſagen, daß das Vaterland das Schild iſt, welches unſere Mutter Helena Zrinyi dir mitge⸗ geben in den Kampf des Lebens, und daß du nur mit ihm, oder auf ihm heimkehren darfſt zu deinen Vä⸗ tern. Gott ſchütze dich, mein Bruder, er ſchütze dich und Ungarn, und über Euch Beiden ſchwebe der Segen unſerer Mutter!“
Und Juliana kehrte heim nach Wien, um dem Kaiſer zu melden, daß der Entſchluß ihres Bruders unwiderruflich ſei, daß kein perſönlicher Vortheil ihn von demſelben abwendig machen könnte, ſondern daß er nur die Waffen ſtrecken wolle, wenn die zu Schem⸗ nitz und Tyrnau begonnenen Konferenzen zu einem glücklichen Ende führten, wenn auf denſelben die Forderungen der Konföderirten bewilligt und Ungarn
ſeine alten Freiheiten und Rechte wi dergegeben würden.


