Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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Kampfe, in welchem das von ſo viel ſtreitenden Par⸗ teien zerriſſene Ungarn doch unterliegen müſſe.

Franz Räkéezy drückte die beredte, zärtliche Schweſter innig an ſein Herz.„Ich will dir hier nicht antworten,“ ſagte er.„Wir wollen nach Mun⸗ tacs gehen, dort ſollſt du meine Antwort empfangen.“

Sie gingen nach Munkacs. Arm in Arm durch⸗ wandelte das Geſchwiſterpaar in tiefem Schweigen, mit Thränen in den Augen, dieſe heilige Stätte der Erinnerungen, das Paradies ihrer Jugend und ihrer Kindheit.

In dem Gemach, das einſt das Wohnzimmer ihrer Mutter Helena geweſen, blieb Juliana ſtehen und ſchaute mit einem langen, innigen Blick dem Bruder in das bleiche Angeſicht.

„Jetzt, mein Franz, jetzt laß mich deine Antwort hören,“ ſagte ſie.

Er ſchüttelte langſam ſein Haupt.„Nein, Juliana, nicht hier! Komm weiter, meine Schweſter!“

Und weiter führte er ſie, hoch hinauf auf den Thurm, von welchem man den Rundblick hatte weit hinaus über das Ungarland.

„Juliana,“ ſagte er, ſanft die Hand auf die Schulter ſeiner Schweſter legend,„Juliana, erinnerſt du dich noch des Tages, da ich aus Prag zu dir nach