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den Verſtand und die politiſche Geſinnung des Für⸗ ſten zu wirken. Es blieb nur noch übrig, auf das Herz des zwanzigjährigen Jünglings zu wirken. Was der Ueberredung, der Klugheit und Politik nicht ge⸗ lungen, das mochte vielleicht doch der Liebe gelingen können. Die Liebe konnte vielleicht doch noch den ab⸗ trünnigen Sohn ſeines Vaterlandes in die Arme der Patrioten zurückführen!
Es galt mindeſtens den Verſuch zu wagen,— aber ſo vorſichtig, ſo ſtill und geräuſchlos, daß die
ſtets argwöhniſche, ſtets wachſame Mutter Sophie
Bätory keinen Verdacht ſchöpfe, keine Ahnung habe von den Schlingen, die man nach dem Herzen ihres Sohnes ausſteltte.
Die ungariſchen Patrioten, welche dieſen letzten Verſuch wagen wollten, ſie waren die Grafen Peter Zrinyi und ſein Freund Weſſelényi, ſie beide die Oberhäupter und Führer der ungariſchen Verſchwor⸗ nen, welche eine neue Schilderhebung Ungarns gegen ihren König, den Kaiſer Leopold I., beabſichtigten.
Graf Zrinyi, der Erbe und Abkömmling des gro⸗ ßen unſterblichen Helden von Szigeth, war vermählt mit der letzten Erbin eines nicht minder großen und berühmten ungariſchen Geſchlechtes, mit der letzten Erbin des Hauſes Frangipanyi, und aus dieſer Ehe


