Teil eines Werkes 
1. Band (1861)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

endende Rache und Vergeltung für die ihm zugefügte Schmach. Und er hielt ſeinen Schwur! Er verband ſich mit den inneren und äußeren Feinden Georg Räköczy's, er gewährte ſeiner erbitterten Gegnerin Katharina von Brandenburg, der Witwe Bethlen's, ſtets Hülfe und Beiſtand und unterſtützte ſie und ihren Vertrauten Stephan Czaky ſtets mit Truppen und Geld, um von Ungarn aus immer auf's Neue den Fürſten von Siebenbürgen zu beunruhigen und anzu⸗ greifen.

Bald ſollte auch von anderer Seite her die kurze Ruhe des Fürſten Räkéczy bedroht werden. Der Sul⸗ tan, der in ihm einen ergebenen und dienſtbereiten Vaſallen zu ſehen gehofft, erkannte bald, daß Georg Räköczy ihm als freier und unabhängiger Fürſt ge⸗ genüber zu ſtehen trachte und keineswegs geſonnen ſei, Siebenbürgen nur als ein Lehensgut der Pforte und unter deren Botmäßigkeit ſtehend zu betrachten. Der Sultan hatte die Wahl des Fürſten anerkannt, weil er in ihm einen treuen Diener geſehen, jetzt wollte er ihn ſtürzen, weil der Diener ſich unterfing ein freier Souverän ſein zu wollen. Ein Heer ward von der Pforte entſandt, den Fürſten von Siebenbürgen zu bekriegen, ihn ſeines Thrones zu entſetzen, und auf denſelben den dienſtergebenen Türkenfreund Stephan