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Sire, ich nehme jede Botſchaft an, welche Ew. Majeſtät mir befehlen.
Fahren Sie alſo hinüber auf das engliſche Schiff zu dem Capitain Maitland. Sie kennen ihn, nicht wahr?
Ja, Sire, ich habe während meines frühern Aufenthalts in Eng⸗ land den Capitain Maitland kennen gelernt. Er iſt ein tapferer und loyaler Mann.
Fahren Sie zu ihm, Graf. Fragen Sie ihn in meinem Namen, welche Aufnahme ich von ihm zu erwarten hätte, wenn es mir vielleicht einfallen ſollte, auf ſeinem Schiff eine Zuflucht zu ſuchen. Der Herzog von Rovigo und General Lallemand ſollen Sie begleiten! Fragen Sie zugleich an, was man thun würde, wenn ich mit einer Parlamentairflagge auf der franzöſiſchen Fregatte den Hafen ver⸗ laſſen, oder wenn ich auf einem neutralen Schiffe abſegeln möchte. Eilen Sie!—
Graf Las Caſes hatte kaum das Zimmer des Kaiſers verlaſſen, um deſſen Befehl auszuführen, als der General Bertrand haſtig in daſſelbe eintrat.
Sire, ſagte er mit bewegter Miene, Ew. Majeſtät ſind in Ge⸗ fahr; die Engländer führen Böſes im Schilde. Sie wollen Ew. Ma⸗ jeſtät verhaften, ſobald Sie den Hafen verlaſſen. Oh, Sire, ich be⸗ ſchwöre Sie, zaudern Sie nicht länger, retten Sie ſich, damit wir nicht den Schmerz, Frankreich nicht die Schmach erleben, Ew. Majeſtät in der Gewalt Ihrer Feinde zu ſehen. Noch bietet ſich für Ew. Majeſtät ein Weg der Rettung dar! Ergreifen Sie ihn, Sire, aus Erbarmen mit uns, die wir Sie lieben und anbeten, die wir bereit ſind, Ihnen zu folgen bis an das Ende der Welt, mit Ihnen die Verbannung zu ertragen, uns glücklich preiſend, wenn es uns nur vergönnt iſt, in Ihrer Nähe zu bleiben, Ihnen unſere Dienſte zu weihen. Sire, ich beſchwöre Sie, erhalten Sie ſich uns, Ihren treuen ergebenen Dienern, vertrauen Sie ſich nicht den Engländern, retten Sie ſich, retten Sie uns, ſo lange es noch Zeit iſt!
Was ſoll ich thun, um mich zu retten? fragte Napoleon gelaſſen. Wiſſen Sie ein Mittel, Bertrand, mich aus dem Hafen zu bringen, ohne ven den Engländern entdeckt zu werden?


