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Montmartre, wie auf allen vom Feinde beſetzten Höhen um Paris. Nach dem Schlachtopfer bedurften die Armeen der Ruhe, und Niemand wehrte ſie ihnen, denn es war kein Feind mehr da, der ihnen Paris
ſtreitig machen konnte.
V. nacht und Morgen vor Paris.
Die verbündeten Armeen ruhten daher und lagerten ſich um die angezündeten Wachtfeuer, in einem Hauſe der Vorſtadt La Chapelle aber unterhandelten die Bevollmächtigten der Souveräne noch immer mit den franzöſiſchen Marſchällen um die Uebergabe von Paris.
Tiefe Stille herrſchte jetzt überall, die Nacht war herabgeſunken und hatte den Müden, Traurigen und Erſchöpften nach einem ſturm⸗ vollen Tage ein wenig Frieden und Ruhe gebracht.
Aber Der, welcher jetzt in ſauſendem Galopp im offenen Wagen daher gefahren kommt auf der Straße nach Paris, der kennt keinen Frieden und keine Ruhe.
Bleich, wie Marmor, iſt ſein Angeſicht, tödtliche Unruhe ſpricht
aus ſeinen zuckenden Mienen, feſt geſchloſſen ſind ſeine Lippen und auf ſeiner, von kaltem Schweiß bedeckten Stirn wohnt das Unheil. Ihm zur Seite ſitzt Caulaincourt, auf dem Rückſitz Berthier und Flahault. Starr nach Paris ſind ſeine Augen gerichtet, Paris nur denkt er, Paris nur erſehnt er.
Wie die Windsbraut brauſt und donnert der Wagen dahin, näher, immer näher dem erſehnten Ziel. Jetzt ſchon iſt man in Juriffy, nur noch zwei Meilen von Paris. Vor dem Poſthaus wird angehalten und man wechſelt die Pferde. Dann geht's weiter in raſender Eile nach Paris, nach Paris!
Caulaincourt, ich werd' doch noch zu rechter Zeit kommen, murmelt


