Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Napoleon und Fürst Blücher : 4. Band (1859)
Entstehung
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nun haben wir Gott die Ehre gegeben, und unn wollen wir auch'n bischen an uns denken! Ich hoff' noch immer, daß es zum Bombarde⸗ ment kommt und daß wir morgen den Pariſern zum Frühſtück unſere Kanonenkugeln ſenden. Ich will alſo hier auf dem Montmartre bleiben und hier mein Nachtquartier nehmen.

Herr Feldmarſchall, Herr Feldmarſchall! rief in der Ferne eine Stimme. Herr Feldmarſchall Blücher, he, wo ſind Sie denn?

Hier bin ich! donnerte Blüchers mächtige Stimme. Hier, hier!

Und hier bin ich! rief Chriſtian Hennemann, indem er auf ſeinem ſchweißbedeckten Pferde heranſprengte.

Pipenmeiſter, Du biſt's? ſagte Blücher erſtaunt. Na, was willſt Du denn und wo warſt Du denn ſo lange?

Ich hab' Ihnen man blos'nen Augenſchirm geholt, und hier iſt er, ſagte Chriſtian, indem er ſeinem Feldmarſchall mit tiefſtem Ernſt einen zierlichen Damenhut von grüner Seide mit breitem grünem Rand darreichte.

Einen Damenhut! rief Blücher lachend. Na, was ſoll ich denn damit?

Aufſetzen, ſagte Chriſtian gelaſſen. Den Kopf hinten ſchneiden wir ab, denn ſo iſt's ein hübſcher Schirm, den ſetzen Excellenz auf, und den Generalshut darüber.

Das kann gehen, ſagte Blücher. Aber ſag' mal, Kerl, wo haſt Du denn den Hut her?

Hatte heute Nachmittag in einem Landhauſe, das nicht weit ablag und wo wir vorüberkamen, eine Dame mit'nem grünen Hute geſehen, und als der Feldmarſchall nu vorher ſagten, daß Sie'n Augenſchirm haben müßten, da dacht' ich gleich an den grünen Hut, und bin nach dem Hauſe hingeritten und hab' ſo lange geflucht und geklopft an der Hausthür, bis ſie mir aufmachten. Es wohnte Niemand in dem Hauſe drin als Frauensleut, und die flennten und jammerten mörder⸗ lich, als ſie mich ſahen. Na, ich ſagt' ihnen gleich, daß ich ihnen gar nichts thun wollt', man blos den grünen Hut wollt' ich haben. Und weil die Frauensleut' ſo viel ſchrieen, ſo öffnet ſich noch'ne Thür, und die Madame, der's Haus gehört, kam rein, und ſie hatt' noch