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Es iſt wahr, ſagte Alexander gedankenvoll, das preußiſche Volk hat in dieſen Tagen eine wundervolle Begeiſterung bewieſen, und ſich erhoben wie Ein Mann. Es iſt für ſeinen König und für ſeine Ehre aufgeſtanden, und— glauben Sie nicht, daß es für dieſe Beiden gleich kämpfen wird, ob nun Tauentzien, Kalkreuth oder Blücher ſein An⸗ führer iſt?
Nein, Sire, das glaube ich nicht, ſagte Scharnhorſt lebhaft, oder vielmehr, ich weiß, daß es nicht ſo iſt! Das Volk mit ſeinem guten und richtigen Inſtinct kennt Diejenigen ſehr genau, denen es vertrauen darf, und ich bitte Ew. Majeſtät gnädigſt zu bedenken, daß es dies Mal das Volk iſt, welches Preußen den Sieg erkämpfen muß. Es iſt wahr, die Regimenter, die ſich jetzt freiwillig zuſammengeſchaart haben, die werden nicht wieder auseinander gehen, wenn auch Kalkreuth oder Tauentzien der Obergeneral der preußiſchen pder ſchleſiſchen Armee wird, aber die Regimenter, welche noch im Volk S welche ſich noch nicht ausgerüſtet haben, die werden zaudern und zurückbleiben, wenn ſie nicht wiſſen, daß ein General ſie anführt, der dem Kaiſer Napoleon glühenden Haß geſchworen, und der tauſend Mal lieber auf dem Schlachtfeld
als Näpoleon die Hand zu neuem Friedensbündniß reichen wird.
o her General aber iſt Blücher, der Jüngling von ſiebenzig Jahren, eine Heldenſeele erſten Ranges, ein zweiter Ritter ohne Furcht und Tadel! Wenn Er an der Spitze unſerer Armee ſteht, dann wird das preußiſche Volk jauchzend hinſtrömen zu den Fahnen, und die fallenden Regimenter werden durch jubelnde neue Regimenter erſetzt werden, die ſich zum Kampf drängen, weil ſie wiſſen, daß an ihrer Spitze ein Held ſteht, der in ſeiner Bruſt nur Raum für zwei Gefühle hat, für die Liebe zu ſeinem Vaterlande und für den Haß gegen die Franzoſen, und der, ohne irgend eine Menſchenfurcht ſeinem Gott, ſeinem König und ſeinem Vaterlande dient, nur getrieben von ſeinem Haß und ſeiner Lebe, ohne alle Nebenrückſichten, ja vielleicht ſogar ohne perſönlichen Ehrgeiz.
Bei Gott, rief Alexander begeiſtert, wenn Blücher wirklich ein ſolcher Held iſt, wie Sie ihn ſchildern, ſo wäre es ein Verbrechen, ihn


