Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Napoleon und Fürst Blücher : 2. Band (1859)
Entstehung
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Zwölf Thaler! rief Leonore mit ſolchem Ausdruck des Entſetzens, daß der Alte zuſammenſchrak, und ſeine grüne Brille auf ſeine Stirn emporſchiebend, ſeine kleinen, funkelnden Augen mit forſchenden und prüfenden Blicken auf das junge Mädchen heftete.

Zwölf Thaler, wiederholte Leonore noch einmal, und nicht mehr im Stande, ihren Schmerz zurückzuhalten, oder den Thränen zu wehren, die ihren Augen entſtrömten, rang ſie leiſe ihre Hände ineinander und murmelte: es iſt alſo Alles vergeblich. Zwölf Thaler genügen nicht! Man kann dafür keine Uniform und keine Montirung kaufen.

Der alte Hirſch hatte ihre Worte gehört. Wie denn? fragte er haſtig. Sie wollen die Kleider verkaufen, um dafür Uniform und Montirung zu kaufen?

Ja, mein Herr, ſagte Leonore, meine Mutter und ich wir wollten unſere Kleider verkaufen, weil wir hofften, dafür ſo viel Geld zu er⸗ langen, um meinem Bruder einen anſtändigen Anzug, ein Gewehr, einen Hirſchfänger und Czako zu kaufen, denn mein Bruder will unter die Lützow'ſchen Jäger gehen.

Lützow'ſcher Jäger will er werden, der Bruder? fragte Hirſch raſch. Iſt das kein Vorwand, he? Sagen Sie das nicht blos, um Geld zu erpreſſen? Können Sie's mir ſchwören, daß dazu die Kleider verkauft werden ſollten?

Ich kann's Ihnen ſchwören bei dem großen Gott im Himmel, an den wir Alle glauben, ſagte Leonore feierlich. Ich kann's Ihnen aber auch beweiſen!

Wie denn? Wodurch denn?

Dadurch, daß ich gleich hier in Ihrem Laden einen Anzug für' meinen Bruder kaufe. Er iſt genau ſo groß wie ich, und ganz von meiner Figur, wir ſind Zwillingsgeſchwiſter.

Und Lützower Jäger will der Bruder werden? Warum kommt er

nicht ſelbſt her, und ſucht ſich einen Anzug aus?

Er iſt in Potsdam, mein Herr, und weiß gar nicht, daß ich hier bin. Es iſt morgen ſein Geburtstag und wir wollen ihn überraſchen mit der Ausrüſtung.

Und er ſoll ſeine Ausrüſtung haben, rief der alte Hirſch, ja, er