und ihre Thränen
eonorens Schultet hränen aus ſeinen mmiſſion geweſen. tlich! Sie ſege, nen, ich hätte das aus.— Da, in ert hin, und baten r ſo freundlich und giebt er mir immer geſchüttet, ich hab' würde, wenn ich nimmt, wenn ich Schule wandern würde, die Wogen e zeigten mit Fin⸗ öbnten mich, und iite, wenn ich an Leonore begeiſtert, d liebt, aber nun
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geſetzliche Alter und der Confirmandenſchein, und es war vergeblich, daß der Prediger Eylert für mich ſprach.*) Sie haben mich zurück⸗ gewieſen! Vater, was ſoll ich nun anfangen, was ſoll ich thun? Sie haben mich zurückgewieſen, und ich bin nun verurtheilt, mit meiner langen Figur, die mich vor Jedermann als einen Feigling anklagen wird, hier in Potsdam zu bleiben, während meine Kameraden, die viel kleiner ſind als ich, Soldat werden, und für ihr Vaterland kämpfen dürfen. Oh Mutter, Mutter, warum haſt Du mich nicht ſtatt Leo⸗ norens geboren, warum bin ich nicht Dein älteſtes Kind! Dann wäre ich doch jetzt vor der Schande bewahrt, entweder als ein ehrloſer Feigling hier herum laufen oder meinen Taufſchein immer in der Taſche tragen zu müſſen!
Mein Bruder, ſagte Leonore, ihre kräftige weiße Hand auf das blonde Haar ihres Bruders legend, könnte ich Dir die vier Jahre geben, die ich älter bin, als Du, ich würd's thun, und wenn es mir auch mein Leben koſtete, denn ich begreife Deinen Schmerz. Aber ich bin doch unſchuldig an Deinem Kummer, und ich bitte Dich alſo, daß Du ihn mir nicht anrechneſt. Gott hat gewollt, daß ich die Aelteſte in unſerer Familie ſei, und daß ich Deine, Du meine Stelle in derſelben einnehmen ſollſt! Und dann bedenke nur, der Krieg kann lange dauern; in einem halben Jahre wirſt Du eingeſegnet, und dann wird es ge⸗ wiß immer noch Zeit ſein, unter die Fahnen unſeres Königs zu treten und zu kämpfen für die Freiheit des geliebten Vaterlandes. Außer⸗ dem, mein lieber Bruder, iſt es ja jetzt noch gar nicht einmal ganz gewiß, ob all dieſe Rüſtungen auch wirklich gegen Frankreich gerichtet ſind. Alle Welt hofft es zwar, aber Niemand weiß es doch bis jetzt mit Beſtimmtheit, denn der König hat ſich noch nicht erklärt, und er lebt noch immer im Frieden mit Frankreich!
Nein, der König hat ſich erklärt, rief Carl ungeſtüm. Das iſt ja eben mein Unglück und meine Verzweiflung. Der Krieg mit Frank⸗ reich iſt jetzt gewiß, es iſt jetzt ganz beſtimmt, daß alle Rüſtungen
*) Eylert: Friedrich Wilhelm III. Th. II. S. 160.


