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Majeſtät, daß Sie ein wenig die Gefühle erwiedern, die ich für Sie hege. Ich glaube an Ihr edles, ſchönes Herz, allen Träumen zum Trotz⸗
Und ich ſchwöre Ew. Majeſtät, daß Sie an mich glauben können, rief Alexander. Meine ganze Politik, der ganz neue Weg, den ich ein⸗ geſchlagen, möge es Ihnen beweiſen, Sire, beſſer als meine Worte, daß ich eine feſte, dauernde Verbindung zwiſchen Rußland und Frank⸗ reich ſehnlich wünſche. Oh, glauben Sie es mir, Sire, ich habe mich Ihnen untergeordnet in Liebe, alle Eiferſucht iſt in meinem Herzen erloſchen, und wenn ich, gegenüber den ungeheuren Gebietsvergröße⸗ rungen Frankreichs, auch für Rußland eine Gebietserweiterung wünſche, ſo thue ich das nicht um meinetwillen, ſondern nur, um meine Nation zu befriedigen, damit ſie gelaſſener Ihren Operationen in Spanien zuſchaue. Ich meinestheils, ich billige Alles, was Sie in Spanien gethan haben. Der König Carl und ſein Sohn Ferdinand haben durch ihre Unfähigkeit und Schlechtigkeit hinlänglich ihr jetziges Schickſal ver⸗ dient, und ich beklage ſie nicht. Aber man muß ſo genau und feſt, wie ich, das Syſtem des großen Napoleon begriffen haben, um mit ſolcher Sorgloſigkeit über die großen Kataſtrophen, zu deren Zeugen Ew. Majeſtät die Welt gemacht, hinweggehen zu können; meine Nation und vorzüglich mein Adel iſt noch nicht ſo weit, und deshalb muß man durch bedeutende Veränderungen im Orient die Aufmerkſamkeit der Ruſſen feſſeln, damit ſie gleichgültiger Dem zuſchauen, was Napoleon im Occident unternimmt. Ich für meine Perſon bin Ihr treueſter Freund, und ich habe Ew. Majeſtät das bewieſen, denn ich habe Ihre Feinde zu den meinen gemacht. Ihren Wünſchen folgend, habe ich den Krieg mit England begonnen, und bald werde ich auch mit Oeſterreich in offener Fehde ſein, denn ich werde auf energiſche und rückhaltloſe Weiſe mir Erklärung der Rüſtungen fordern, welche Oeſterreich in der Stille vornimmt, und wenn mir dieſe Erklärung nicht genügt, werde ich zum Schwert greifen! Dann, nicht wahr, dann wenigſtens werden Ew. Majeſtät an meine Freundſchaft glauben?
Oh, ich glaube ſchon jetzt daran, rief Napoleon, die dargereichte Hand Alexanders zärtlich in der ſeinen drückend. Ich glaube an Ihre Freundſchaft, Sire, denn dieſe Freundſchaft iſt meine Hoffnung. Beide
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