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mit dem Tode des Einen darf es enden! Freunde, nehmt Eure Gläſer und füllt ſie bis an den Rand! Auch Sie, Hardenberg, hier, dieſes Glas!. Pauline ſoll es Ihnen kredenzen! Nun laßt uns trinken auf Preußens Ehre, nun ruft mit mir: Es lebe der Krieg! Es lebe der Heldenſieg! Es lebe der Heldentod!
Es lebe der Krieg! Es lebe der Heldenſieg! Es lebe der Heldentod! riefen die Freunde. Die Gläſer klirrten, die Augen der Männer leuchteten, aber Paulinens Augen waren feucht von Thränen.*)—
Am Abend dieſes Tages begab ſich der König, wie gewöhnlich, zur Königin, um mit ihr den Thee einzunehmen, den ſie ihm ſelbſt ſervirte. Es war dies die Stunde, in welcher, der Frau Oberhof⸗ meiſterin zum Trotz, das königliche Paar alle Etiquette von ſich fern hielt, und in ganz bürgerlicher Herzlichkeit und Zwangloſigkeit mit einander verkehrte.
Die Königin war daher ganz allein, als ihr Gemahl zu ihr eintrat. Keine der Hofdamen durfte ihnen den Genuß dieſer traulichen Thee⸗ ſtunde ſtören, nur wenn der König es wünſchte, durften die königlichen Kinder kommen, um mit ihren Eltern zu plaudern, und aus den Händen ihrer ſchönen Mutter ihr Abendeſſen zu empfangen.
Die Königin ging ihrem Gemahl mit heiterm Liebesgruß entgegen und reichte ihm beide Hände dar. Nun? fragte ſie zärtlich. Noch immer eine Wolke auf Deiner Stirn? Komm, laß ſie mich fortküſſen.
Sie erhob ſich auf ihren Fußſpitzen und lächelte, als ſie dennoch nicht im Stande war, zu der Stirn ihres Gemahls hinaufzureichen.
Du mußt Dich zu mir neigen, ſagte ſie, ich bin zu klein für Dich.
Nein, Du biſt groß und herrlich, und Du mußt Dich zu mir neigen, wie die Engel zu dem armen Sterblichen, ſagte der König. Ach, meine Luiſe, ich fürchte aber, ſelbſt Dein Kuß wird die Wolken nicht mehr von meiner Stirn verjagen.
Haſt Du ſchlimme Nachrichten erhalten? fragte die Königin. Sind Deine Abgeſandten gekommen?
*) Prinz Louis Ferdinand mußte ſeine heldenmüthige Begeiſterung mit dem Tode bezahlen. Er fiel in dem Gefecht bei Saalfeld am 10. Oetober 1806.
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