693 nn verübt machen, ſondern zu warten und ſtill zu ſein, bis die rechte Zeit ge⸗ kommen iſt.
Und wann wird dieſe rechte Zeit kommen, wenn ſie jetzt noch nicht da iſt? rief die Königin ſchmerzvoll. Gedenke, mein Geliebter, an all' die Kränkungen und Demüthigungen, die wir in letzter Zeit von dieſem Despoten erduldet haben, und welche Du, in edler, großmüthiger Re⸗ ſignation, um Deinem Volk den Frieden zu erhalten, unbeachtet ge⸗
laſſen. Bedenke, daß er allein Dich beſtimmte Hannover zu vecupiren, daf Paln daß er Dir den Beſitz deſſelben garantirte, und jetzt, da Deine Truppen es beſetzt haben, heimlich und ohne Dir ein Wort zu ſagen, ſich an
m Boden ovinz und deutſchen en hat er zu verur⸗ verbreitet
iſer Ic England wendet, ihm den Frieden anbietet, und als Friedenspfand vor⸗ ſchlägt, Hannover wieder mit England zu vereinen, und ſich erbietet,
tirf Luiſe es wieder zurückzugeben.*)
and ſchreit Es war eine ſchwere Beleidigung, rief der Kör nig ungewöhnlich
hre mordet⸗ lebhaft, ich habe darauf geantwortes, indem ich die Mobiliſirung meiner
ns Funilie, Armee befahl.
Aber unſere Armeen ſtehen gerüſtet ſtill und warten, rief die Königin ſchmerzlich, und in Paris verhandelt General Knobelsdorf mit Bona⸗ parte um den Frieden!
Drachenſagt Er ſoll verhandeln und diplomatiſiren, bis ich bereit bin und ge⸗ gehen, und⸗ rüſtet, rief Friedrich Wilhelm, bis ich weiß, wer von den deutſchen
he auf⸗ Fürſten ſich für und wider mich erklärt. Man muß vor allen Dingen haben ſeine Streitkräfte kennen, um ſeine Pläne machen zu können. Ich muß nir heute daher wiſſen, wer mit mir Gott iſt mit Dir und auf Einen treuen Freund kann
iſt d De
tſchlands Ehre, rief die Königin, und D
eu ſt Du mit Sicherheit zählen.
Damen und Du meinſt den Kaiſer von Rußland? fragte der König. Ich habe n gwihren freilich geſtern einen Brief von dem Kaiſer erhalten, in welchem er
und mein meldete,„daß er mit einem Heer von ſiebenzigtauſend Mann, unter ſeiner perſönlichen Anführung, als treuer Freund und Nachbar mir zur n, ſagte der Hülfe ziehen, und rechtzeitig auf dem Schlachtfeld erſcheinen werde, 3 ſuchen ſei's am Rhein oder jenſeits deſſelben!“
glaube,—
Ich 9 ſtration 30*) Hiſtoriſch. Siehe: Häuſſer, Deutſche Geſchichte. V. 754.


