Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Rastatt und Jena : 3. Band (1859)
Entstehung
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ſeinem„natürlichen Bundesgenoſſen“, kämpfen zu ſollen gegen den Kaiſer von Deutſchland.

In der Ebene unweit von Nördlingen war das franzöſiſche Heer in Parade⸗Ordnung aufgeſtellt zum feierlichen Empfang ſeiner deutſchen Bundesgenoſſen, die ſich hier mit ihm vereinigen ſollten. Es waren die erſten deutſchen Hülfstruppen, welche Napoleon ſich gewonnen, und deshalb wollte er ſie auch feierlich und mit vollen Ehren willkommen heißen. Unter den ſchmetternden Jubelklängen aller Muſikchöre der franzöſiſchen Armee, unter den jubelnden Zurufen der franzöſiſchen Soldaten zogen die Baiern in das franzöſiſche Lager ein. Der Kaiſer in Galla⸗Uniform, umgeben vpn allen ſeinen Generälen, begrüßte den General Deroy und die baieriſchen Officiere; von ihnen begleitet ſchritt er den baieriſchen Truppen entgegen, und ſie mit dem Winken ſeines Säbels begrüßend, ſprach er zu ihnen:„Ich habe mich an die Spitze meines Heers geſtellt, um Euer Vaterland zu befreien, denn das Haus Oeſterreich will Eure Unabhängigkeit vernichten. Ihr werdet dem Beiſpiel Eurer Vorfahren folgen, die ſich ſtets die Unabhängig⸗ keit und die politiſche Exiſtenz bewahrten, welche die erſten Güter der Nationen ſind. Ich kenne Eure Tapferkeit und ſchmeichle mir, nach der erſten Schlacht Eurem Fürſten und meinem Volke ſagen zu können, daß Ihr würdig ſeid, in den Reihen der großen Armee zu kämpfen.“

Die baieriſchen Krieger empfingen dieſe ſtolze Anſprache mit eben dem Jubel, mit welchem das baieriſche Volk die Proclamation des Churfürſten aufgenommen hatte, und niemals hatten die franzöſiſchen Krieger ihrem Feldherrn und Kaiſer glühender zugejauchzt, als es jetzt die deutſchen Krieger, die erſten deutſchen Bundesgenoſſen des Kaiſers, thaten.

Napoleon nahm ihren Jubelruf mit einem gnädigen Lächeln hin. Duroc, ſagte er, ſich an ſeinen Freund und Waffengefährten wendend, der an ſeiner Seite ritt, Duroc, merke wohl auf, was ich Dir ſagen will. Die Deutſchen ſind keine guten Patrioten, und ſind im Stande, den Ueberwinder ihres Vaterlandes eben ſo ſehr zu lieben, als ihren legitimen Herrſcher. Schon zu Julius Cäſar's Zeiten waren die

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