Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Rastatt und Jena : 3. Band (1859)
Entstehung
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vollkommen bewußt, und fühlte, daß er über ſeine ganze Zukunft ent⸗

ſcheiden werde.

Der Kaiſer fuhr fort, in ſeinen Karten zu ſtudiren. Herr Sordi

ugen ſtand neben der Thür, die Anrede des Kaiſers erwartend; als er ſah,

die daß dieſe ſehr lange zögerte, trat er einen Schritt vorwärts und ſtieß

dabei, wie aus Verſehen, an den Stuhl, der neben ihm ſtand. Das Geräuſch weckte Napoleon aus ſeinem Nachſinnen und erinnerte

t ehet ihn an den Gerufenen. Eurer Haſtig wandte er ſich daher zu ihm um. Mein Herr, ſagte er, Sie haben viel zu viel Geld zur Ausſchmückung dieſer elenden Baracke ihie ausgegeben, ja wahrhaftig, viel zu viel. Fünfzigtauſend Francs, was rufen, denken Sie, mein Herr, das iſt zum Erſchrecken! Ich werde Sie nicht bezahlen laſſen! ſich Herr von Sordi begegnete dem flammenden Blick des Kaiſers mit Reihen lächelnder Ruhe. Sire, ſagte er, die Hand erhebend und auf den Plafond hindeutend, die goldſtoffenen Wolken, welche den Plafond ſagte dieſes Zimmers ſchmücken und die den ſchützenden Stern Eurer Ma⸗ „wenn jeſtät umgeben, haben in Wahrheit allein fünfundzwanzigtauſend Francs gekoſtet. Aber wenn ich die Herzen Ihrer Unterthanen um Rath ge⸗ higen fragt hätte, ſo würde der kaiſerliche Adler, welcher jetzt auf's Neue und da die Feinde Frankreichs und Ihres Throns zerſchmettern wird, ſeine zu zer⸗ Flügel in der Mitte der herrlichſten und ſchönſten Brillanten ausge⸗ edrohen breitet haben.*) h ſelber Napolevn lächelte. Sehr gut, ſagte er, Sie halten die Herzen Amee meiner Unterthanen für ſehr verſchwenderiſch, wie es ſcheint. Ich bin es weniger und ich wiederhole Ihnen, ich werde Sie jetzt nicht be⸗ Majeſtit zahlen! Da Sie mir aber ſagen, daß dieſer Adler, der ſo viel Geld e Thür koſtet, die Oeſterreicher niederſchmettern ſoll, ſo warten Sie gefälligſt, 3

bis er es gethan hat, und alsdann will ich Ihnen Ihre Rechnung

von der

in 1*) Der Plafond des Saals war geſchmückt mit goldenen Wölken, in deren Sein Mitte man auf blauem Grunde einen Adler gewahrte, den Donnerkeil haltend

c ſprach und mit ihm hindeutend auf einen Stern, den Glücksſtern des Kaiſers. Con-

stant I. 246.

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