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Der Kaiſer nahm die Zügel, welche Rouſtan ihm darreichte, und ſchwang ſich in den Sattel. Darauf hob ſich ſein blitzendes Auge zum Himmel empor und ſenkte ſich dann auf das Meer mit ſeinen ſchau⸗ kelnden Schiffen.
Ich will heute die Schiffs⸗Armee die Revue paſſiren laſſen, ſagte der Kaiſer, ſich mit einer halben Kopfbewegung ſeinem General⸗Adju⸗ tanten zuwendend. Man ſoll Ordre ertheilen, daß die Schiffe, welche die Grenzlinie bilden, ihre Stellung verändern, denn ich will die Revue im offenen Meer halten. In zwei Stunden kehre ich zurück, ſorgen Sie, daß dann Alles bereit ſei.
Er gab ſeinem Pferde die Sporen und ſprengte, gefolgt von Rouſtan, von dannen.— Seine Generäle zerſtreuten ſich, um in ihre Baracken zurückzukehren, der General⸗Adjutant aber eilte, ſich zum Admiral Bruix zu begeben und ihm den Befehl des Kaiſers zu über⸗ bringen.
Der Admiral hatte ihm ſchweigend und aufmerkſam zugehört, dann aber hob er den Blick zum Himmel empor und ſchaute lange und prüfend umher.
Es iſt unmöglich, ſagte er dann achſelzuckend, der Befehl des Kaiſers kann heute nicht ausgeführt werden, die Revue kann nicht Statt haben. Wir werden heute noch einen Sturm erleben, der das Aus⸗ laufen der Schiffe unmöglich macht.
Herr Admiral, ſagte der Adjutant reſpectvoll, ich habe Ihnen den Befehl des Kaiſers überbracht, ich habe Ihnen gemeldet, daß der Kaiſer wünſcht, es möge in zwei Stunden bei ſeiner Rückkehr Alles zur Revue bereit ſein. Sie wiſſen aber wohl, daß der Wunſch des Kaiſers allemal ein Befehl iſt, und Sie werden danach Ihre Vorkeh⸗ rungen treffen.
Ich werde in zwei Stunden die Ehre haben, Sr. Majeſtät ſelber die Gründe anzugeben, weshalb ich ſeinen Befehlen nicht nachkom⸗ men konnte, ſagte Admiral Bruix mit ſeiner gewohnten Kaltblütigkeit und Ruhe.
Genau nach zwei Stunden kehrte der Kaiſer von ſeinem Spazier⸗ ritt heim. Wieder ſtanden die Generäle und Stabsofficiere, die ganze
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