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runzeln, und er näherte ſich den Büchern, die in prächtigen Einbänden in einer Reihe vergoldeter Schränke an den Wänden aufgeſtellt waren. Die herrlichſten, koſtbarſten Werke der älteſten und neueſten Literatur, die ſeltenſten Ausgaben, die prächtigſten Kupferwerke waren in dieſer Bibliothek vereinigt und Gentz ſah das mit innerm Grimm.
Und das Alles können dieſe Menſchen haben, haben ſie achten ſolche Schätze ſo gering, daß ſie ſie im Vorzimmer aufſteller ſagte er mürriſch vor ſich hin, ganz vergeſſend, daß der Kammer⸗ diener noch da war und ihn hören konnte. Auch hatte er ihn wirklich
und
gehört.
Verzeihen Sie, Herr Kriegsrath, ſagte er, ſich Gentz nähernd, Se. Excellenz achten dieſe Schätze nicht gering, ſondern halten ſie viel mehr ſehr hoch und freuen ſich jedes Mal, wenn ein ſo prächtiger Einband vom Buchbinder abgeliefert wird. Deswegen haben Se. Ex cellenz auch befohlen, daß die Bibliothek hier im Vorſaal aufgeſtellt werde, damit auch Andere ſich derſelben freuen, und damit die Herren, welche hier ein wenig warten, doch auch⸗Zerſtreuung und Unterhaltung haben.
Man darf alſo dieſe Bücher herausnehmen und darin leſen? fragte Gentz.
Der Kammerdiener machte ein verlegenes Geſicht. Das, ſagte er ſchüchtern, das glaube ich, würden Se. Excellenz nicht ſehr gern ſehen, denn wie der Herr ſehen, ſind alle dieſe ſchönen B mit Goldſchnät verſehen, und der Goldſchnitt leidet gar ſehr, wenn die
ſe Bücher geleſen werden.
Bücher
es Aufſchlagen der Bücher ſchon läßt eine Spur zurück.
Und der Goldſchnitt auf dieſer Reihe der Bücher hier iſt wie neu und vollkommen unverletzt, ſagte Gentz ernſthaft.
Sie ſtehen alle auch noch ſo da, wie ſie vom Buchbinder ge—
kommen ſind, rief der Kammerdiener feierlich, Niemand würde es wagen, ſie zu aediren! Auch der Herr Miniſter lieſt nicht darih?
Behüte der Himmel! Se. z liebt die Bücher, aber er hat nicht Zeit, viel zu leſen. So oft Excellenz hier durch das Vor⸗


