Teil eines Werkes 
2. Band (1851)
Entstehung
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armen, niedriggebornen Literaten Alexander Welthei 6 Frau werden könnte.

Aber wir haben dieſe Verſchiedenheit der Lebens⸗ verhältniſſe auszugleichen geſucht! ſagte der Prinz mit mühſam behaupteter Ruhe. Wir haben Ihnen eine ehrenvolle Stellung, verbunden mit einem glänzenden Einkommen gegeben, und ſo die Möglichkeit einer Ver⸗ bindung erleichtert! Wir werden aber auch jetzt nicht

ſtille ſtehen, wir werden Sie noch höher heben! Ich

habe unermüdlich auf dieſes Ziel hingewirkt, und werde

Ihnen bald eine freudige Ueberraſchung zu machen haben!

Weltheim lachte wieder. Soll ich Ihnen ſagen, Prinz, was Sie eben denken? Sie denken, daß es Ihnen eine Luſt ſein würde, mich zu vernichten, mich unter Ihre Füße zu treten, und es macht Sie raſend, daß Sie ſich dennoch zu einem ruhigen, gelaſſenen Weſen bequemen müſſen! Ja, dahin iſt es gekommen, daß der kleine Alexander Weltheim im Schlafrock bleibt, während der große Prinz Aurelio in voller Uniform zu ihm kommt, dahin iſt es gekommen, daß der Prinz ſeinen Zorn verbergen und eine freundliche Gelaſſenheit heucheln muß, während der Bettler Weltheim ihm all' ſeinen Zorn, ſeinen Haß und ſeine Verachtung in's Antlitz ſchleudert!