Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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einen Thaler für jede Nachricht, die Fräulein Freiſtadt betrifft, verſprochen.

Mariane indeß nahm, ſo wie der Diener das Zimmer verlaſſen hatte, eine ernſte und gehaltene Miene an und entzog dem jungen Manne ihre Hände.

Es war die einzige Form, in welcher ich Sie in dieſes Haus einführen konnte, ſagte ſie, daß ich Sie für einen nahen Verwandten ausgab! Sie ſind vor Andern mein Couſin, merken Sie ſich das! Wenn wir aber allein ſind, bin ich Ihre gehorſame Schülerin und Sie ſind mein ehrwürdiger, ſehr geſtrenger Herr Lehrer!

Alexander's lachendes Anlitz verfinſterte ſich ſofort. Erinnern Sie mich nicht an dieſe Zeit der Erniedri⸗ gung und der Schmach, die ich mir ſo viele Mühe gebe, zu vergeſſen! ſagte er.

Marianen's Augen blitzten höher auf. Sie nen⸗ nen das eine Schmach, ſagte ſie. Sie vergeſſen alſo, daß ich mich in einer ähnlichen Lage befinde?

Aber ich kenne Sie, Mariane und ich weiß, daß Sie nicht minder empört darüber ſind, als ich es war! Ich weiß, daß Sie dieſe Stelle nicht angenom⸗ men hätten, wenn ſie Ihnen nicht Gelegenheit geboten, ſich an dieſen verhaßten Bevorzugten zu rächen, an dieſen übermüthigen Ariſtokraten, welche mit dem