Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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welcher der Prinz ſie lächelnd beobachtet hatte, rich⸗ tete ſie ſich wieder empor, und wandte das ſchwär⸗ meriſche feuchte Auge dem Prinzen zu.

Euer Durchlaucht ſind der Herr, und müſſen die Parole geben!

Sie legte mit einer unnachahmlichen Grazie das Haupt zurück und ſchloß die Augen, während ihre halbgeöffneten Lippen zwei Reihen perlenweißer Zähne ſehen ließen.

Der Prinz drückte einen leidenſchaftlichen Kuß auf ihre Lippen.

Sie ſind ein Engel! ſagte er erglühend.

Aber Mariane ſchien in ihrer ganzen Exiſtenz zu erbeben in jungfräulicher Scham. Ein Zittern durchflog ihre Glieder, und ihr erglühendes Antlitz ihren Händen verbergend ſchlüpfte ſie leiſe aus Armen des Prinzen, und entfloh aus dem Ge⸗

Spät noch in der Nacht ging Mariane mit glühenden Wangen und blitzenden Augen in ihrem Zimmer auf und ab. Stolze und verlockende Zu⸗ kunftsträume umgaukelten ſie! Der erſte Schritt zum Ziel war gethan, die erſte Scene in dem Drama ihres Lebens war zu Ende geſpielt, und ſie mußte ſich ſelber geſtehen, daß ſie dieſelbe mit Glück geführt.