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Von jener Seite der Straße aber, wohin ſie ſo eifrig geſchaut, kam jetzt ein kleiner, mit nur einem Pferde beſpannter offener Wagen daher gerollt und hielt vor dem kleinen Hauſe an.
Der junge, ſchlanke Mann, der den Wagen ge⸗ lenkt, ſprang jetzt eilig vom Vorderſitze herab und dem ruhigen Pferde die Zügel überwerfend, öffnete er den Wagentritt und reichte ſeine Hand hinauf, den beiden Frauen behülflich zu ſein.
Die erſte, ein altes, bejahrtes Mütterchen, ward von ihm mit ehrfurchtsvoller Sorgfalt und liebender Furcht faſt aus dem Wagen gehoben, und erſt als er ſie langſam und vorſichtig bis auf den Hausflur geleitet, kehrte er zu dem Wage zurück, in dem das junge ſchöne Weib ſeiner hartke
Minna, meine ſüße Minna, ſagte er mit be⸗ wegter Stimme, wir ſind daheim und jetzt will 3 ic meinen köſtlichſten Schatz in mein Haus ein⸗ 5 ühren.
Er reichte ihr die Arme hinauf, ihr behülflich zu ſein, aber kaum hatten ihre niedlichen kleinen Füße den Tritt berührt, als der junge Mann ihre Kniee umfaßte und die ſchlanke Geſtalt ſeiner Minna empor⸗ hebend, ſie auf ſeinen Armen in das Haus trug.
Otto, was thuſt Du, ſagte ſie erſchrocken und
erröthend und doch mit jenem ſüßen Lächeln, das deutlich zeigte, ſie zürne dem Verwegenen nicht.
Deine hübſchen kleinen Füße ſollen heute wenigſtens
nnicht das ſchmutzige Straßenpflaſter betreten dürfen,
ſagte Otto zärtlich, und ſo auf meinen Armen will


