Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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einem Thronſeſſel hernicderſtieg und jetzt gerade auf⸗ gerichtet, ſtolz und groß da ſtand.

Hat man Ihnen nicht geſagt, mein kleiner Baron, daß ich Sie bitten ließe im geheimen Kanzleizimmer ein wenig zu warten? fragte Kaunitz, langſam jedes Wort betonend, als ſei jedes Wort ein Stein des Anſtoßes, mit dem er den rebelliſchen Baron zerſchmettern wolle.

Zu Befehl, Durchlaucht, ſagte der Staats⸗Re⸗ ferendarius mit einem leiſen Lächeln,aber man hat hin⸗ zugefügt, daß Ew. Durchlaucht mich in ſpäteſtens ſieben⸗ undzwanzig Minuten rufen laſſen würden. Da aber ſchon neunundzwanzig und eine halbe Minute vergangen waren, ſo glaubte ich, die Beſtellung ſei vielleicht falſch geweſen, und wagte es

Und wagten es, mir zu trotzen, unterbrach ihn Kaunitz, indem er ihn mit ſeinen großen Augen ſtarr anblickte,ja, wagten es, mir zu trotzen, wie die Fliege dem Löwen trotzt, der ihr erlaubt, in ſeiner Mähne zu ſpielen, während er ſchläft. Dummes Thier, dieſe Fliege! Bildet ſich ein, dem Löwen überlegen zu ſein, blos weil ſie ein ſo armſelig kleines, nichtsnutziges Geſchöpf iſt, daß der Löwe es nicht der Mühe werth hält, ſie zu tödten! Ach, bekümmern wir uns nicht mehr darum! Eines Ta⸗ ges wird irgend ein Hänfling die Fliege wegſchnappen, und Niemand wird nach ihr fragen und ſie vermiſſen.