Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
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Freude und ihre Augen ſtrahlten vor Entzücken.Der Krieg beginnt, und nun darf mich nichts mehr halten und binden! Nun darf ich dem Kaiſer Alles geſtehen! O, er iſt ſo edel und gut, er wird mir verzeihen, er wird mich ziehen laſſen, er wird mir nicht zürnen, er wird mich achten. Ich muß zum Kaiſer! Sogleich! Und noch heute müſſen Sie mit mir abreiſen nach Graudenz hin, zu Ihm, zu meinem Gemahl!

Ruhig, ruhig, meine ſchöne Nichte, ſagte der Ge⸗ neral achſelzuckend.Mäßigen Sie doch ein wenig die Glut Ihrer Leidenſchaftlichkeit! Bitten Sie Gott, daß er Sie ſanft mache und ſtille. Sie dürfen nicht zum Kaiſer, Sie dürfen ihm nichts geſtehen, ſondern Sie müſ⸗ ſen warten, bis ich bei Sr. Majeſtät eine Audienz gehabt, bis er den Allianztractat unterzeichnet, den Kriegsplan genehmigt hat. Dann, wenn dies gethan, dann kehre ich ſogleich zu Ihnen zurück, um Sie zu benachrichtigen und um alles Weitere mit Ihnen zu beſprechen.

So eilen Sie, eilen Sie, General, rief Louiſe ungeduldig.Eilen Sie, damit Sie bald zurückkehren. O, ich werde die Zeit benutzen, um Toilette zu machen, damit ich dann ſogleich zum Kaiſer fahren kann.

Thun Sie das, meine Liebe! Ich kam nur, um Sie zu benachrichtigen. Sobald die Audienz beendet iſt, kehre ich zu Ihnen zurück. Alſo auf Wiederſehen!