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wie Mirabeau geſtorben iſt. Und nun leben Sie wohl! Blaſe, Poſtillon! Vorwärts!“ Der Wagen rollte von dannen; Theroigne, nicht achtend der beiden ernſten Geſtalten, die ihr drohend ge⸗ genüber ſaßen, breitete ihre Arme aus und rief jauch⸗ zend:„O Frankreich, Frankreich! Land der Freiheit und des Glückes, ich kehre heim zu Dir. O ſelig, ſelig, ich bin frei!“*) *) Die Unterredung Thervigne's mit Kaiſer Leopold iſt hi⸗ ſtoriſch. Der Kaiſer gab ihr in derſelben ihre Freiheit wieder und ließ ſie bis an die franzöſiſche Grenze transportiren. The⸗ rvigne kehrte nach Paris zurück und nahm ihre politiſche Rolle wieder auf. Sie ging von der gemäßigten zu der Partei der äußerſten Jacobiner über. Am furchtbaren 10. Auguſt ſpielte ſie eine hervorragende Rolle, rief das Volk zum Blutvergießen auf, und war die Veranlaſſung, daß elf von dem Volke gefangene Royaliſten grauſam hingemordet wurden. Bei der Erſtürmung der Fuilerien war ſie ſelber thätig, und übte perſönliche Rache an dem jungen Advocaten und Schriftſteller Seleau, der mehrmals beißende Sathren gegen ſie geſchrieben. Sie ſtürzte ſich auf ihn, rief die wilden Horden zu ihrer Rache auf und ließ ihn in Stücke zerhauen.— Einige Zeit darauf aber ward ſie bei einem Spaziergang in den Tuilerien von einigen Männern überfallen, und im Beiſein einer großen Menſchenmenge, die lachend und höhnend zuſchaute, entkleidet und mit Ruthen gepeitſcht. Das Ent⸗ ſetzen, die Wuth machte ſie wahnſinnig, und in dieſem Zuſtand des entſetzlichſten thieriſchen Wahnſinns lebte ſie in dem Irren⸗ haus La Salpetrière in Paris bis zum Jahre 1817, in wel⸗


