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Thüren auf, die ſich an den Seiten des Corridors befan⸗ den, und eine Dame trat heraus.
Fürſt Liechtenſtein begrüßte ſie mit einer ehrfurchts⸗ vollen Verneigung und wandte ſich dann an Thervigne, die mit dreiſten, neugierigen Blicken die ſchöne Frau an⸗ ſchaute.
„Meine Schöne,“ ſagte er,„der Zufall iſt Ihnen günſtig. Er führt Ihnen die Dame entgegen, der zunächſt Sie Ihre Rettung aus der Gefangenſchaft verdanken. Frau von Poutet war es, welche von Ihrem Unglück ge⸗ rührt, für Sie ſich verwandte, und deren Einfluß Ihnen die Freiheit wieder gab.“
„Ah, die ſchöne Dame iſt die Frau Victoria von Poutet?“ fragte Theroigne.„Nun, Dienſt gegen Dienſt! Sie haben mir Wort gehalten, Madame, ich will Ihnen auch Wort halten!“
Sie zog aus der Taſche ihres weiten Faltenrockes den Brief und das Packet hervor.„Nehmen Sie, Ma⸗ dame,“ ſagte ſie, Beides der Frau von Poutet darreichend. „Zwar iſt es ſchon ein halbes Jahr her, ſeit ich dieſe Dinge erhielt, aber es iſt nicht meine Schuld, daß ich ſie nicht früher Ihnen übergeben konnte. Vielleicht hat der Brief des lebenden Freundes ſich überlebt, aber Ihre Ahnen hier ſind doch um ein halbes Jahr älter und ehr⸗ würdiger geworden, und Sie können jetzt mit Fug und
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