Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
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königlichen Paares zu einem Vertheidiger deſſelben ward, ſo mußte Theroigne wohl ſeinem Beiſpiel folgen. Wir haben Beide viel geſündigt gegen den König und die Königin, aber wir hegen Beide das glühendſte Verlangen wieder gut zu machen und unſere Reue durch Thaten zu bewähren.

Und dafür mit dem ausbedungenen hohen Lohn bezahlt zu werden, dachte Graf Merch. Laut ſagte er: Es ſteht ja in der heiligen Schrift, daß Gott mehr Freude hat an Einem reuigen Sünder, als an zehn Ge⸗ rechten. So wird auch der König und die Königin, von Ihrer Reue gerührt, gern Ihre Vergangenheit und das Böſe vergeſſen, das Sie ihr gethan, und nur des Guten gedenken, durch welches Sie geſühnt haben.

Ich war ein Saulus, aber ich will ein Paulus werden, rief Theroigne.Um die Königin zu retten, habe ich mein geliebtes Paris, meine Freunde, meinen Ruhm und Einfluß aufgegeben, habe dem Zujauchzen des Volkes, dem berauſchenden Beifallsgeklatſche, mit denen man mich in jedem Clubb, auf jeder Tribune empfing, entſagt, habe mich aus der Hervine des Volkes, die mit

dem Federhut und dem Amazonenkleid umherſtolzirte, in

ein unbekanntes, ganz gewöhnliches Weib umgeſchaffen, das in einfacher Bürgerkleidung in der Fremde umher⸗ reiſt, um der Königin ein Aſyl, um der Königin rächende