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Zut zweiten Iuklagt.
An Frau Thereſe Marx in Berlin.
Vierzehn Jahre ſind vergangen, ſeit ich Ihnen dies Buch zueignete und Ihren Namen ihm vor⸗ ſetzte.— Vierzehn Jahre! Wie Vieles iſt ſeitdem anders geworden, wie Vieles hat ſich geändert um uns und in uns! Bin ich doch ſelber auch eine Andere geworden, und dies Buch, das ich damals mit dem Blut meines Herzens geſchrieben, ſchaut mich jetzt als etwas Fremdes, faſt Unheim⸗ liches an, das ich nicht mehr verſtehe, das keinen Theil mehr an mir hat. Und doch gehört es zu mir, bezeichnet einen Moment meiner geiſtigen Entwickelung, meines geiſtigen Strebens, und ich möchte es darum nicht verleugnen, nicht verbergen. Ich bekenne mich zu ihm, und ſchicke dies Buch
voll Schmerz und Klage, voll Qual und Thränen
hinaus in die Welt, während ich ſelbſt heitern Auges aufblicke zu Gott, und ihm danke, daß er mich linder geführt, wie die arme Heldin dieſes
Buches, wie Giſela, daß er mich die Welt nicht


