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Die letzten Lebenstage Katharina II : historische Novelle / von L. Mühlbach
Entstehung
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gut und iſt daher ganz befähigt, eine Stelle in dem Regi⸗ mente des Großfürſten Paul einzunehmen. Ihr wißt doch, daß der Herr Großfürſt ſich erlaubt, die Armee ſei⸗ ner Mutter, unſerer weiſen, erhabenen Czarina, ſo zu ver⸗

achten, daß er in Gatſchnia ſich ein Regiment Soldaten hält, das er ganz nach preußiſchem Reglement einexercirt hat? Es iſt alſo eine beſondere Aufmerkſamkeit von mir, daß ich den Koko zum preußiſchen Soldaten gebildet habe.

Vielleicht mache ich dem Großfürſten die Freude und leihe ihm auf einige Wochen meinen Koko, damit er ihn in ſeinem Regiment als Officier anſtelle und von ihm ſeine Rekruten einexerciren läßt. Das wäre denn mein Gegengeſchenk. Der Fürſt Zoubow leiht dem Großfürſten Paul ſeinen Affen zum Dank dafür, daß er durch ſeinen Hund ſein Glück gemacht. Denn es war ein Hund des Großfürſten Paul, der vor ſechs Jahren mein Glück be⸗ gründet hat. Ich ſtand eines Tages als dienſthabender Officier der Garde in dem kaiſerlichen Palaſt, da ſah ich einen Hund durch die geöffnete Thür des Corridors in den Saal ſchlüpfen. Es war ein häßliches, räudiges Thier, das mich mit Abſchen erfüllte, und deſſen dreiſtes Betreten des kaiſerlichen Palaſtes mich empörte. Der Hund aber ſchien meine Antipathie nicht zu theilen,— er näherte ſich mir auf eine ungeſchliffen zutrauliche Weiſe und richtete ſeine Schnauze mir unverſchämter Dreiſtigkeit immer wie⸗