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laſſen. Du wirſt ſuchen, Dich zu Cüſar's Vertrauten zu machen, und jedes Wort, das er Dir ſagt, und den ganzen Plan ſeiner Verſchwörung wirſt Du mir verrathen.
Niemals, Herr, niemals, rief der Neger entſetzt. Oronooko iſt mein Herr und König, ich werde ihn nicht verrathen, und ließeſt Du mich ſelbſt zu Tode martern!
Der Gouverneur erwiderte nichts. Er trat ſchwei⸗ gend zu der ſilbernen Klingel und ſchellte. Sofort öffnete ſich eine andere Thür, und ein Diener erſchien auf der Schwelle.
John, ſagte der Graf, nimm die Lampe und gehe
hinunter in den Kerker, in welchem die Verbrecherin
Jonka ſchmachtet. Nimm Deine Peitſche mit den Eiſenſpitzen, und die laſſe hundert Mal über Janka's Rücken tanzen!
Hundert Hiebe! ſagte der Sclaven⸗Aufſeher achſel⸗ zuckend. Das wird ſie nicht aushalten, das ſchwäch⸗ liche Ding. Das Fleiſch hängt ſchon in Fetzen von ihrem Rücken. Hundert Hiebe, das iſt zu viel, ſie wird davon ſterben!
Sie ſoll auch davon ſterben! rief der Gouverneur mit einem grauſamen Lachen.
Dann iſt's gut, dann ſoll ſie ihre hundert Hiebe haben, ehrlich und getreulich, rief der Diener, indem er in das Lachen ſeines Herrn einſtimmte.
Der Neger Taminko war wimmernd und am gan⸗ zen Körper zitternd zu Boden geſunken. Jetzt erhob er die Arme, und das von Thränen überfluthete Antlitz zu ſeinem Herrn, indem er um Erbarmen, um Gnade flehte.
Der Gouverneur wandte ſich, ohne Taminko zu beachten, an John. Gehe jetzt, und hole Deine Peit⸗


