Teil eines Werkes 
2. Band (1864)
Entstehung
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In dieſem Fall werden Sie ihn wohl mir abkau⸗ fen müſſen, erwiederte Jvar ſcherzend.Ich fürchte nur, daß es Ihnen nicht gelingen wird, mich zu dieſem Verkauf zu bereden.

Aber mein Herr, wer gab Ihnen das Recht, auf ſolche Art meine Pläne zu durchkreuzen?

Wer? mein Herz, welches mir ſagte, daß Eines von uns, entweder Sie oder ich, im Beſitz dieſer Stätte, welche nur für uns beide einen Werth hatte, ſein müßte. Ich kaufte dieſelbe drei Monate, nachdem Sie dieſe Gegend verlaſſen; ich bin ſomit ſchon über drei Jahre Eigenthümer davon.

Und mein Gebüſch haben Sie ſich auch zugelegt?

Ganz und gar nicht; ich habe es blos in die Einfriedigung hereinnehmen laſſen, welche alle die Erinnerungen, die an meine gegenwärtige Heimath geknüpft ſind, in ſich ſchließt. Sie ſitzen jetzt im Schatten deſſelben, auf der Bank, welche Sie er⸗ wartete.

Sie glaubten alſo, daß ich wiederkommen würde?

Ich glaubte es nicht, denn der Glaube iſt nur eine erhabene Unkenntniß; ich wußte es.

Wie konnten Sie deſſen ſo ſicher ſein?

Weil ich Ihr Herz nach dem meinigen beur⸗ theilte.

Ich verſtehe Sie nicht.

Nicht? wiederholte Jvar, ihre Hand faſſend. Nun wohl, ſo will ich mich erklären. Ich wußte, daß der arme Jvar, in deſſen Geſchick Sie ſo mächtig eingegriffen hatten, Ihnen lieb geworden war.

Olga gab keine Antwort darauf.

Und deßhalb erwartete er Sie hier. Habe ich mich geirrt?