Teil eines Werkes 
2. Band (1864)
Entstehung
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Der neuangekommene Ingenieur war der einzige Fremde.

Nach dem erſten Begrüßungsſturm ſtellte Ste⸗ phana ihn vor. Conſtanze erkannte den jungen Mann vom Kirchhof und bemerkte:

Wir haben heute einander ſchon getroffen.

Ich bedaure nur, daß unſere erſte Begegnung an einem ſo traurigen Orte ſtattfand, antwortete er.

Warum nennen Sie ihn traurig?

Weil er an erlittene Verluſte erinnert.

Aber auch an die Ruhe, welche das Grab birgt.

Der Ingenieur zog ſich zurück, und Conſtanze nahm zwiſchen Stephana und Olga Platz. Beide betrachteten mit Theilnahme und Ueberraſchung ihr bleiches Angeſicht. Trotz der lächelnden Lippen und der von Freude zeugenden Worten lag Schwermuth in ihrem Blick.

Jacobo hatte ohne ein Zeichen von Erregung Conſtanze mit einer artigen Verbeugung begrüßt. Den Reſt des Abends beſchäftigte er ſich beinahe ausſchließlich mit Jvarſon.

Conſtanze wurde bald von den verſammelten Damen umringt, welche Fragen über das Ausland machten. Sie konnten unmöglich ihrer Luſt, von Rei⸗ ſen auf Eiſenbahnen und dergl. zu hören, länger widerſtehen.

Während Conſtanze genöthigt wurde, die Kleider⸗ tracht der Damen zu Paris und Berlin u. g. O. zu beſchreiben und von allen jenen Kleinigkeiten, welche ſo unendlich ermüdend ſind, Rechenſchaft zu geben, näherte Olga ſich Jacobo, welcher gerade mit dem Grafen Hermann ſprach.

Schwartz, Arbeit adelt den Mann. I. 2