Teil eines Werkes 
1. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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eonnen durch den dichten Menſchenhaufen. Kaum aber hatte einer, der in ihm des Herzogs Ver⸗ trauten erkannte, ſeinen Namen genannt, ſo ſchmiegte man ſich auf beiden Seiten dergeſtalt zuſammen, daß in der Mitte ein ganz breiter Weg bis nach dem Eingange entſtand.

Saget, Herr Ritter rief man ihm zu ſaget dem edeln Herzoge, daß wir ihn ſo gern hier behielten, lieber als jeden Andern. Saget ihm daß wir es keinen Augenblick verkennen, wie viel Gutes er an uns gethan, und wie ſo manchmal er uns geſchuͤtzt hat gegen die ſchaͤndli⸗ chen Kundſchafter, welche uns oft nur darum das

Herz auf die Zunge locken, um uns zu verderben.

Iſt es etwa nicht ſok fragte der Sprecher mit rollenden Augen nach einem nicht weit von ihm Stehenden heftig hinuͤbergreifend. Allerdings iſt das ein ſolcher! riefen Mehrere dem zur Leiche

Erblaſſenden zu, und nur mit großer Muͤhe ge⸗

lang es dem Ritter zu verhindern, daß der be⸗ reits zu Boden Geriſſene nicht auf der Stelle zertreten wurde.

Bald nachher ſprengten in einiger Entfer⸗ nung Conſtabler zu Pferde herbei, die Ankunft des Lord Mayors verkuͤndigend. Sogleich bahnte ſich