Teil eines Werkes 
1. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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des Herzogs, war ihm durch das Wegfallen des Kampfes mit Norfolk auch eine große Sorge vom Herzen genommen, hoffte man doch uͤberdies allgemein, daß der Koͤnig, wenn ſchon weniger aus Neigung, als aus Politik, die Zeit ſeiner Verbannung mindern und dem Volke ſeinen Lieb⸗ ling recht bald zuruͤckrufen werde.

Dieſe Hoffnung mußte eine beſondere Feſtig⸗ keit gewinnen, an dem Tage, wo Arthur dem Her⸗ zog von Hereford nach Eltham, dem freundlichen Sommerſitze des Königs, folgte, wohin er in Be⸗ gleitung ſeines Vaters, ſeines Oheims York, des Grafen Northumberland, deſſen Sohnes Heinrich Percy, und mehrerer anderer hoher Herren ſich begab, um Abſchied zu nehmen.

Koͤnig Richard, hocherfreut ſcheinend uͤber die⸗ ſen Beſuch, bewirthete die Anweſenden auf das Koͤſtlichſte, ſchloß dann beim Abſchiede den Her⸗ zog von Hereford in die Arme und ſprach: Mein Herz, theurer Vetter, wußte nichts von dem Ur⸗ theile, das ich, leider, uͤber euch verhaͤngen mußte. Aber die Reden zwiſchen euch und dem Grafen Norfolk, Angeſichts meiner und des gansen Ho⸗ fes, gaben dem Volke zu großen Anſtoß, als daß ſie ungeahndet bleiben konnten. Zum Beweiſe,