Teil eines Werkes 
1. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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8.

Lieber Vetter— ſprach Ritter Robert auf dem Heimwege zu Arthur— eure Standhaftigkeit in Ehren, aber warlich, ich haͤtte dem Honig der Rede aus ſo lieblichen Frauenlippen und Augen nimmer widerſtanden! Gut, daß der heutige Tag mein letzter iſt in dieſer Stadt. Hefter von den Stralen ſolcher Blicke getroffen, koͤnnte ich leicht den im ſteten Kriege vergeſſenen Gedanken wieder aufnehmen, daß meine ſo fruh verſtorbene Beate, welcher der Herr eine froͤhliche Auferſtehung ver⸗ leihen moͤge, mir keinen männlichen Erben hinter⸗ ließ, und es wohl noch an der Zeit ſey, auf den Erſatz dieſes Mangels auszugehen.—

Wie vorhin beim Abgange der Ritter der Schmerz, ſo zitterte bei ihrer Heimkehr die Freude in der liebreizenden Blanca. Aus den Thraͤnen⸗ ſpuren ihrer Augen ſprach das Entzuͤcken auf's Ruͤhrendſte, und die Blicke der Liebenden ſuchten ſich um ſo eifriger und ungeſtoͤrter, da Ritter Ro⸗ berten, im Fenſter ſtehend, ſo eben das bunte, luſtige Gewuͤhl einer Menge abreiſender fremder Edelleute unten auf der Straße, und dann die ſeltene Anmuth Katharinens Nurſey feſſelte, welche,