Teil eines Werkes 
2. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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und Thun. Acht Jahre kaum, ſo duͤnkte ich ihm ein Gott. Jetzt wurde ein Strohwiſch ihm ge⸗ nuͤgen zum Herrſcher, wenn es nur Richard nicht waͤre. Und— ſprach er weiter, mit immer ſtei⸗ gender Hitze— legte man dem tuͤckiſchen Bulling⸗ brook den Purpur an, ſetzte man wirklich ihm die Krone auf ſein Räuberhaupt? Antworte, Knecht, wenn dich dein Koͤnig fragt.

Gnaͤdigſter Herr— verſetzte bebend der Die⸗ ner— ihr verlangtet nichts als Wahrheit und nun habe ich damit euern Zorn auf mein Haupt geladen! Vergoͤnnt mir, daß ich ſchweige.

Nein, das allein ſey dir nicht vergönnt. Wer ſagt dir, daß ich zornig bin? Gleiche ich doch an Geduld vielmehr dem Lamme, das ſchon ſein Moͤrder unter dem Meſſer hat.— Sprich, guter, alter Mann. Wie auch mein Mund auf⸗ brauſe, ſo gilt es doch nicht dir. Erzähle weiter.

Was ich wußte, gnädiger Herr, iſt ziemlich Alles geſagt. Spat Abends ſind ſie ausgeritten aus London, und wo ſie hingekommen, hat ſich der Haufe ſtark vermehrt. Was uͤbrigens vielleicht noch das Beſte iſt, ſo heißt es allgemein, Bulling⸗ brook habe die Krone ausgeſchlagen. Auch ſpricht er allenthalben von euch nicht anders, als von ſei⸗ nem gnaͤdigen Herrn und Koͤnige.