Teil eines Werkes 
2. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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und peinlicher auf ihn, da der wahrhafte Adel der in ſo jungen Jahren ſchon in die tiefſten Lei⸗ den verſenkten, ſchuldloſen Koͤnigstochter und Koͤ⸗ nigin ihm das Unternehmen, zu dem er ſo eben im Dienſte ſeines Gebieters mitzuwirken hatte, zum eigentlichen Verbrechen machte. Alle geiſtige Kraft in ihm fuͤhlte ſich dergeſtalt gebunden, daß ſeine ſo lange ſchon von Blancen fruchtlos herbei⸗ geſehnte Erſcheinung den Glanz ihrer Erwartung davon auf Einmal ausloͤſchte; daß die Liebende der Gedanke befiel, die an weiblichen Reizen ſo uͤberreiche Hauptſtadt Frankreichs habe in ſeinem Herzen gewiß einen hochſt nachtheiligen Einfluß auf das Gluͤck ihrer Zukunft geaͤuſſert, und ſein jetziger Beſuch ſey nichts weiter, als eine dem, ja der Koͤnigin ebenfalls bekannten äuſſern Ver⸗ haͤltniſſe zwiſchen ihr und ihm angemeſſene Hand⸗ lung des Wohlſtandes und der kalten Schicklich⸗ keit. Und dieſes mußtez wohl ihren Schmerz auf's hoͤchſte, ſogar von einer Seite anregen, wo ſie ſolches gar nicht erwarten konnte. Aber ſo kraͤf⸗ tig ſie auch uͤber den Zuſtand ſprach, worein die eben eingetretenen Vorfälle den Hof und vor Allen namentlich ihre guͤtige Gebieterin verſetzte; ſo ſtark der Thraͤnenſtrom war, der ihr von der