122
„Ah! Sie ſpielen die Spröde, Sie ſind die Tu⸗ gend vielleicht ſelbſt!.. Es iſt ſchrecklich; nun, was trieben Sie da drinnen chne Licht mit dem Herrn?...“
„Ich ſage Ihnen, wir walzten,“ antwortete Di⸗ bvis.
„Welche Lüge!.. Warum ſollten Sie da drinnen walzen?“
„Ich wollte Laura eine Poſſe zeigen, um ſie zu überraſchen.“
„Sie wollen mir da einen Bären aufbinden!.. Gut, Jungfer Laura, ich werde es Herrn Eduard erzählen.“
Laura macht ein zorniges Geſicht und ruft aus: „Ich habe durchaus nichts Schlechtes gethan und lache über Alles, was Sie ſagen werden. Wenn ich er⸗ zählen wollte, was ich über Sie weiß, ſo könnte ich wochenlang davon reden.“
„Und was könnten Sie reden? kleine Schnippe!“
„Ah! beleidigen S mich nicht, ſonſt ſclage ich Sie in's Geſicht!..
Dieſe Jungfern ſchreckliche Augen gegen⸗ einander; ich dachte, man müſſe ſie ſchnell von ein⸗ ander trennen und bemerkte daher, daß es ſehr ſpät ſei, man müſſe jetzt an das Heimgehen denken. Ma⸗ nette zieht Laura fort, ich nehme Ninie am Arm, Amata, die im Hauſe wohnt, geht in ihr Zimmer und Dubvis laſſen wir mit Charlotte ſich ausſöhnen.
Es war bald v ends ein Uhr, als wir das Haus verließen. Laura unb Manette wohnen nur einige Schritte davon; wir begleiteten ſie nach Hauſe und
. ₰—


