Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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Die Schilderung, welche Jenneville ſo eben ge⸗ macht hat, erinnerte mich an jene Dame mit dem veilchenblauen Mantel; ich konnte mich nicht enthalten, einen kleinen Seufzer auszuſtoßen.

„Sind Sie auch verliebt, Deligny?“ ſagte Jen⸗ neville lächelnd zu mir.

„Nein, aber ich bin es beinahe geworden. Ich befand mich geſtern in dem Schauſpiel in der Nähe einer ſehr hübſchen Dame; ihre Haltung war ziem⸗ lich vornehm... Ich hätte gerne mit ihr Bekannt⸗ ſchaft gemacht.“.

„Befand ſich ein Mann, ein Liebhaber bei ihr?“

„Nein, ſie war allein.“

„Allein... und Sie konnten nicht mit ihr reden! Ah! mein Freund, Sie haben ſich verändert! Was Teufels genirte Sie denn?“

„Dieſe Dame hat auf meine Worte immer nur einſilbig geantwortet... ich ſah wohl, daß es ihr nicht an der Unterhaltung lag.“

„Bah! dieß iſt nur eine Liſt, um ihre Leute beſſer zu fangen; ein Frauenzimmer, das allein in das Theater geht, läßt ſich immer nach Haus begleiten.“

„Gewiß,“ ſagte Jolivet, während er ein Stück

Paſtete wegſchnitt,„läßt es ſich immer heimbegleiten.“ „Und ich glaubte, man warte am Thor auf ſie

und hätte mich auch davon überzeugt, wenn der ver⸗

fluchte Dubois mich nicht aufgehalten hätte, wodurch

ich meine hübſche Dame aus dem Geſicht verlor.“ „Ei, tröſten Sie ſich, mein Freund, Sie finden

noch viele ſolche. Wenn Sie aber meinen neuen