129 zu mir ſagt:„Morgen werde ich den ganzen Tag bei Juliette zubringen... ich habe es ihr ſchon lange verſprochen..
„Das heißt ſo viel, als morgen darf ich Sie nicht beſuchen....
„Ich will Ihnen einen vergeblichen Gang er⸗ ſparen.“
„Schon gut, morgen werde ich Sie nicht ſehen“
„Bloß morgen.. hoffentlich?“
Mit bangem Herzen entfernte ich mich, dieß ein⸗ zige Wort gab mir wieder Leben; ſchon glaubte ich, ſie wolle mich nicht mehr ſehen, ihr Beſuch bei ihrer Freundin ſei ein bloßer Vorwand, mir nach und nach den Zutritt zu verbieten, aber ſie ſelbſt hat zu mir geſagt, ich werde ſie hoffenilich übermorgen wieder beſuchen, und dieß erleichtert mir das Herz.
Wie lange wird dieſer Tag, an dem ich ſie nicht beſuchen ſoll, mir vorkommen!.. ſeit einiger Zeit pflegte ich ſie alle Tage zu beſuchen; nun weiß ich nicht, was aus mir werden würde, wenn ich ſie nicht mehr ſehen dürfte. Aber in ihrer Nähe ſein und mit ihr nicht von Liebe ſprechen dürfen.. das iſt eine
Tantalusqual! kann man denn bei ihrem An⸗
blick gleichgültig bleiben?
Dieſer Tag iſt prächtig; was ſoll ich thun, um mich zu zerſtreuen? Allein ſpazieren gehen iſt nicht gar unterhaltend.. ich bin faſt böſe, vie Partic
nach Auteuil ausgeſchlagen zu haben. O! nein ich würde in Geſellſch
Paul de Kock 1n.
aft der ſchönen Herminie kein


